Kennenlerntag Indoor Para Skydiving
Indoor PARA Skydiving (IPS) ist eine von der Fédération Aéronautique Internationale (FAI) anerkannte Disziplin und zählt damit zu den offiziellen Luftsportarten für Menschen mit Behinderungen. Entstanden ist diese Sportart im Jahr 2020 mit dem Ziel, als innovative Disziplin Teil der Paralympischen Sommerspiele 2024 zu werden. Auch wenn dieses Vorhaben letztlich nicht realisiert werden konnte, hat sich IPS seither erfolgreich weiterentwickelt und sich im Rahmen einer internationalen „World Series“ mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Europa bis nach Australien etabliert.
In Österreich wird die Entwicklung dieser Disziplin maßgeblich vom Österreichischen Aero-Club vorangetrieben. Eine zentrale Rolle nehmen dabei Julius Scharner ein, der sowohl als Koordinator für Indoor Skydiving tätig ist als auch den Windtunnel WINDOBONA im Wiener Prater leitet, sowie Silvia Wagner, die für die artistischen Bewerbe verantwortlich ist.
„Luft ist barrierefrei!“
Ziel dieser Veranstaltung ist es, das Indoor-Fliegen auch für Menschen mit Handicap erlebbar zu machen und aufzuzeigen, dass Fliegen im Windtunnel eine inklusive und barrierearme Freizeit und Sportmöglichkeit sein kann. Darüber hinaus kann diese Erfahrung den Einstieg in den Wettkampfsport im Bereich Indoor PARA Skydiving ermöglichen.
„Einfach fallen lassen“
Nach der Ankunft und Registrierung eröffnete die Organisatorin Silvia Wagner gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Österreichischen Aero-Clubs, Hannes Taborsky, die Veranstaltung mit kurzen Begrüßungsworten. Dabei betonten sie die Bedeutung von Inklusion im Sport und die Chancen, die Indoor Skydiving insbesondere für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bietet.
Im Anschluss übernahmen die zwei erfahrenen Instruktoren Aliona und Sacha das Programm. In einer kurzen Einschulung erklärten sie den Teilnehmenden den Ablauf im Windtunnel, das sichere Ein- und Aussteigen sowie die wichtigsten Handzeichen zur Kommunikation während des Flugs. Besonders hervorgehoben wurde, dass keinerlei Angst vor Verletzungen bestehen müsse, da höchste Sicherheitsstandards gewährleistet sind.
Die fünf Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt – ein Team mit drei und eines mit zwei Personen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, insgesamt vier Flüge zu je 2,5 Minuten zu absolvieren. Für einige war es die erste Erfahrung in einem Windtunnel überhaupt.
Mit jeder Runde wurde der schnelle Fortschritt den die Teilnehmer:innen machten deutlich. Das anfängliche Zögern wich wachsendem Selbstvertrauen, Bewegungen wurden zunehmend flüssiger und kontrollierter. Mit jeder Einheit verbesserten sich die Flugfähigkeiten sichtbar, und die Begeisterung war allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben.
Der Kennenlerntag im WINDOBONA machte eindrucksvoll deutlich, wie zugänglich und bereichernd Indoor Para Skydiving sein kann und bot nicht nur sportliche Erfahrungen, sondern stärkte auch Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl.
Ein gelungenes Beispiel für gelebte Inklusion im Sport.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer:innen, Organisator:innen, Herlfer:innen und auch an das Team von WINDOBONA die diesen Tag ermöglicht haben.





