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75jährige Jubiläumsfeier des „Alpine-Sportflieger-Club Leoben“ am Flugplatz Leoben-Timmersdorf

 

Bereits 1928 wurde rund um den heutigen Flugplatz Leoben-Timmersdorf Flugsport betrieben. Mit selbst gebauten Gleitern flog man damals von den Hängen im Bereich des heutigen Trabochersees und auch von den Wiesen um die Russenstrasse bei Edling zu Tal.

1951 wurde der ASFC Leoben in seiner derzeit bestehenden Form durch Angestellte und Arbeiter der Alpine Montan GesmbH Donawitz gegründet.

Bis 1955 gab es Hangsegelflüge in und um Trofaiach, Schardorf und Traboch, auf den Flugplätzen in Aigen und Zeltweg konnten der Verein bis dahin seine Segelflugzeuge mit der Winde in die Höhe schleppen.

1958 fanden erstmals Erprobungsflüge in Mautern zur Errichtung eines Flugplatzes in der Nähe von Schloss Ehrnau, die Errichtung scheiterte schließlich trotz größtem Interesse der Gemeinde Mautern an den Grundstückseigentümern.

1961 glückte in der Gemeinde Traboch Timmersdorf der Ankauf eines geeigneten Geländes und bereits am 7. Juli 1962 landete das erste Segelflugzeug dort und am 21. Juli folgte die erste Landung eines Motorflugzeuges. Seit diesem Zeitpunkt gibt es den Flugplatz Leoben-Timmersdorf, wie er offiziell heißt.

Der Alpine-Sportflieger-Club Leoben kann in seiner nunmehr 75jährigen Geschichte aber auch auf viele Premieren zurückblicken, wie der BSL für Segelflug und steirische Landesverbandspräsident Michael Gaisbacher in seinen Grußworten zu berichten wusste.

Hier wurde zum Beispiel der Grundstein für den Feuerwehr-Flugdienst gelegt. Ab 1965 wurden fast dreißig Jahre lang Feuerwehrleute aus der Steiermark gemeinsam mit der Flugeinsatzstelle des BMI in Graz zu Flughelfern- und Flugbeobachtern ausgebildet.

1991 fand hier das erste Piper-Cub-Treffen Österreichs statt, 2002 die erste Silber-Challenge, der noch zwei weitere folgten und auch die erste Junioren-Bundesmeisterschaft im Segelflug, die dann in den Jahren 2006 und 2020 ebenfalls wieder hier zu Gast waren.

2020 war Timmersdorf der erste Flugplatz in Österreich, der den Flugbetrieb offiziell ohne anwesenden Flugbetriebsleiter (FBL) genehmigt bekommen hat, der Aerokurier und die Kleine Zeitung nannten die Entscheidung „ein neues Kapitel“ in der österreichischen Luftfahrtgeschichte.

Auch die Clubklasse für die dezentrale Staatsmeisterschaft war mehrere Male zu Gast.
Und auch für den Fallschirmsport war Timmersdorf schon Austragungsort nationaler Meisterschaften.

Aktiv beteiligten sich die Piloten des Vereines auch immer wieder an Meisterschaften, sei es im Segelflug oder früher auch im Motorflug.

Mehr als 4000 freiwillige Arbeitsstunden sind, nach wie vor jährlich notwendig, um den Flugbetrieb zu Gewähr leisten, den Flugplatz zu pflegen, den Betrieb aufrecht zu erhalten und die Fluggeräte in Schuss zu halten. Alle erforderlichen Dienste dazu werden von den Mitgliedern des ASFC Leoben ehrenamtlich ausgeführt. Timmersdorf ist einer der wenigen, rein ehrenamtlich betriebenen Flugplätze in Österreich, der von Anfang Mai bis Anfang September durchgehend geöffnet ist.

International wurde Timmersdorf in der Flugsportcommunity bekannt, als 2014 bis 2016 der Tross des RedBull-AirRace hier Station machte und die Challenger-Klasse und auch alle VIP-Flüge in Timmersdorf gestartet sind.

Mit einem Hangarfest feierte man zuletzt dieses Jubiläum, ebenso wie die Einweihung des neuen Hangars und die Segnung eines Motorflugzeuges, das von den Vereinsmitgliedern über 1.999 Tage hindurch in Eigenregie grundüberholt wurde und heute wie fabrikneu dasteht, wovon sich Präsident DI Wolfgang Malik selbst überzeugt hat.

Dieser freute sich über dieses besondere Jahr, so gilt es auch das 125te Bestandsjahr des Österreichischen Aeroclub zu feiern, ebenso wie 75 Jahre Landesverband Steiermark.
 
In seinen Grußworten betonte er die Wichtigkeit der Flugsportvereine in Österreich auch als Halter von Flugplätzen, sind deren Flugschülerinnen und -schüler doch oft die Grundlage für die professionelle Luftfahrt in der gewerblichen und militärischen Luftfahrt.

Darüber hinaus brachten und bringen Mitglieder des ASFC Leoben auch schon seit Jahrzehnten ihr Wissen und ihre Fachkunde in den Aeroclub oder die anderen Dachverbände ein und helfen damit, die Akzeptanz für den Flugsport hoch zu halten und zu fördern.

Der neugewählte Obmann des ASFC Leoben, Patrick Strasser, konnte als Zeichen der Anerkennung eine Ehrenurkunde sowie einen Förderzusage für das Jubiläumsfest und die langjährige Mitgliedschaft beim Aeroclub entgegennehmen.

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass alle Mitglieder des ASFC Leoben laut Beschluss der Generalversammlung bei Eintritt automatisch auch die Mitgliedschaft beim Österreichischen Aeroclub erwerben.

Nach einem Frühschoppen des Musikvereines Traboch und einem geselligen Beisammensein mit vielen Freunden dauerte das Hangarfest noch bis in die Nacht hinein und wurde mit so manchem Fliegerlatein ordentlich ausgeschmückt.

Wir wünschen dem Alpine-Sportflieger-Club Leoben noch viele unfallfreie Flugstunden und ebenso viele sportliche Erfolge für und mit der ASKÖ-Sportfamilie.

~ReiG~


Bildtexte © ASFC Leoben:

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ASFC-Obmann Patrick Strasser begrüßt die Gäste und berichtet über den Verein

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Präsident Wolfgang Malik und BSL und der steir. LV-Präsident und BSL-Segelflug Michael Gaisbacher überbrachten die Grußworte des Aeroclubs, dazwischen der legendäre Altobmann des ASFC Leoben Kurt Graf und links außen Obmann Patrick Strasser

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Die Robin DR400/180R OE-DTI wurde von den Vereinsmitgliedern über 1999 Tage hinweg grundüberholt und kann sich mit einer fabriksneuen Maschine durchaus vergleichen.
Die umfangreichen Arbeiten wurden in einem Facebook-Blog mit dem Titel „Project Delta Tango India“ oder #oedti gut dokumentiert
Facebook

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Segnung der von den Vereinsmitgliedern generalüberholten Robin DR400/180R durch Pater Mag. P.Wolfgang Fischer-Felgitsch, Pfarre Traboch

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Wenn ein neu gebauter Hangar zum Festsaal wird – Jubiläumsfeier am Flugplatz Timmersdorf

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Ein Flugplatz an der Rennstrecke für den Segelflug: Leoben-Timmersdorf LOGT

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